Karmelitenkonvent Graz 

Hl. Teresa von Ávila

Teresa von Jesus zweifellos die berühmteste Persönlichkeit von Avila. Dort wurde sie geboren vor bald 500 Jahren, am 28. März 1515 - einem Mittwoch um 5 Uhr morgens, wie ihr Vater Don Alonso Sanchez de Cepeda genau festgestellt hat -. Alonso war der Sohn von Juan Sánchez, ein zum katholischen Glauben konvertierter Jude und Geschäftsmann aus Toledo, der nach Avila gezogen war. Dort heiratete sein Sohn Alonso Donna Catalina del Peso, und nach deren frühen Tod, in zweiter Ehe Donna Beatrice de Ahumada.

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Hl. Johannes vom Kreuz

Ordenspriester, Kirchenlehrer

Der heilige Johannes vom Kreuz ist der geistliche Vater unseres Ordens. Geboren im Jahre 1542 in Fontiveros (Avila) trat er nach einer harten und armen Kindheit und Jugend im Alter von 21 Jahren in den Karmelitenorden ein, wurde 1567 Priester, begann ein Jahr später zusammen mit einem Mitbruder in Duruelo karmelitanisches Leben nach den Vorstellungen der heiligen Teresa von Jesus zu leben und wurde bald Novizenmeister, geistlicher Begleiter von Schwestern, Priestern und Laien.

Als Opfer der Auseinandersetzungen zwischen dem Stammorden und Teresas neuem Orden wurde er neun Monate lang in einem Klostergefängnis festgehalten. Nach seiner Flucht im August 1578 entfaltete er wieder eine reiche Tätigkeit als Oberer, Klostergründer und Prediger, doch sind es vor allem seine Gedichte und geistlichen Schriften, die ihm unsterblichen Ruhm einbrachten. So wurde er zu einem der erfahrensten und bis heute am meisten geschätzten geistlichen Lehrmeister, der klar und zuverlässig Rat gibt. Gestorben ist er am 14. Dezember 1591 in Ubeda (Jaén), von den einen geachtet, von anderen verfolgt und verleumdet. 1726 wurde er heilig gesprochen, 1926 zum Kirchenlehrer und 1952 zum Patron der spanischen Dichter ernannt. 

Johannes vom Kreuz gilt allgemein als „Lehrer der Dunklen Nacht“, aber er ist viel mehr der „Sänger der Liebe“ zwischen Gott und Mensch. So sieht er das Leben des Menschen als einen Angleichungsprozess an den geliebten Gott, dessen Sinnen und Trachten der Entfaltung und Vollendung des Menschen gilt. Ihn, der uns liebt, wollen wir nun um Vergebung unserer Schuld bitten.

  • Herr Jesus Christus, aus Liebe zu uns hast du Kreuz und Tod auf dich genommen. 
  • So hast du uns über alle Maßen geliebt und uns von Schuld und Sünde befreit.
  • Mach uns fähig zur Liebe zu dir und unseren Mitmenschen.

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Gloria

Tagesgebet  

Allmächtiger Gott, du hast unserem Vater Johannes vom Kreuz ein großes Verlangen geschenkt, sich selbst zu verleugnen und Christus nachzufolgen. Gib, dass auch wir im Kreuz unser Heil erkennen und durch das Kreuz die Gnade erlangen, deine Herrlichkeit zu schauen. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen. 

oder

 Heiliger Gott, du hast deinem Volke den heiligen Johannes vom Kreuz als Lehrer des geistlichen Lebens geschenkt. Lass uns nach dem Vorbild und der Lehre unseres Vaters den Weg des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe gehen und so zur Freiheit der Kinder Gottes gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus... Amen.

1. Lesung Jes 43, 1-3a.4-5

2. Lesung Röm 8,14-18.28-30

Evangelium Joh 17,17-26

Credo

Fürbitten  

  • Zu Gott, unserem Herrn, der uns den heiligen Johannes vom Kreuz als lebendiges Vorbild für unser Leben im Karmel geschenkt hat, wollen wir beten:
  • Auf die Fürsprache des heiligen Johannes vom Kreuz vermehre in deiner Kirche Glaube, Hoffnung und Liebe. 
  • Lass die Menschen immer besser verstehen, dass nur die Liebe, die du uns schenkst, verwandelnde und verändernde Kraft hat. 
  • Mache uns fähig, Liebe auch dort vorzuleben, wo es keine Liebe gibt. 
  • Lass allen, deren Lebensweg durch dunkle Nächte und Depressionen geht, das Licht des Glaubens an dich leuchten. 
  • Hilf uns, das Charisma des heiligen Johannes vom Kreuz immer besser zu verstehen und Tag für Tag treuer zu leben. 
  • Herr, unser Gott, die Fürsprache des heiligen Johannes vom Kreuz helfe uns, auf dich zu vertrauen und an dich zu glauben, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Zum Nachdenken  

Gebet eines verliebten Menschen  

Herr, Gott, mein Geliebter! Wenn du immer noch an meine Sünden denkst und deshalb das, was ich fortwährend erbitte, nicht gewährst, dann erfülle, mein Gott, in ihnen (den Sünden) deinen Willen, denn das ist es, was ich vor allem wünsche; und mach deine Güte und Barmherzigkeit lebendig, so dass du in den Sünden erkannt wirst. Und wenn es so ist, dass du Werke von mir erwartest, aufgrund derer du dann mir meine Bitten gewähren könntest, dann gib du mir die Werke und wirke du sie in mir, und gib mir die Leiden, die du empfangen möchtest; ja so geschehe es! Und wenn du nicht auf meine Werke wartest, auf was wartest du dann, mein mildester Herr? Warum säumst du? Denn wenn es letztendlich Gnade und Barmherzigkeit sein soll, worum ich dich in deinem Sohn bitte, dann nimm meinen winzigen Beitrag – denn du willst ihn ja – und gib mir dieses Gut, der du selbst es mir geben willst.  Wer vermag sich von den niedrigen Verhaltensweisen und Begrenztheiten zu befreien, wenn nicht du ihn in reiner Liebe zu dir erhebst, mein Gott? Wie aber wird sich der in Niedrigkeiten gezeugte und herangewachsene Mensch zu dir erheben, wenn nicht du ihn erhebst, o Herr, mit der Hand, mit der du ihn erschufst? Du nimmst mir ja nicht weg, mein Gott, was du mir in deinem einzigen Sohn Jesus Christus einmal gegeben hast; und in ihm hast du mir alles gegeben, was ich mir überhaupt wünschen kann. So bin ich ganz glücklich, da du ja nicht warten lässt, wenn ich voller Erwartung bin. 

Was wartest du noch länger, meine Seele, da du Gott in deinem Herzen doch schon jetzt lieben kannst?  

Mein sind die Himmel und mein ist die Erde; mein sind die Völker, die Gerechten sind mein, und mein sind die Sünder; die Engel sind mein, und die Mutter Gottes und alle Dinge sind mein, und Gott selbst ist mein und für mich, denn Christus ist mein und mein Ein und Alles für mich. Was ersehnst und suchst du also noch, meine Seele? Dein ist all dies, und alles ist für dich. Gib dich nicht mit etwas Geringerem zufrieden und gib dich nicht mit Brosamen ab, die vom Tisch des Vaters fallen. Lass das alles und rühme dich deines Ruhmes! Verbirg dich in ihm und freue dich, und du wirst erlangen, was dein Herz erbittet.  

(Johannes vom Kreuz)


Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz

Ordensfrau, Märtyrin, Mitpatronin Europas

Die heilige Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau als Tochter jüdischer Eltern geboren. Trotz des Vorbildes ihrer tieffrommen Mutter hat sie sich mit 13 Jahren das Beten bewusst abgewöhnt, blieb aber immer auf der Suche nach der Wahrheit; so widmete sie sich eifrig dem Studium der Philosophie, fand jedoch die existentielle Antwort auf die Frage nach dem wahren Glauben in der Selbstbiographie der heiligen Teresa von Ávila. Im Alter von 31 Jahren am 1. Januar 1922 getauft, trat sie 1933 in den Kölner Karmel ein und starb, zusammen mit ihrer Schwester Rosa, die Mitglied des „Dritten Ordens“ des Karmel war, und vielen anderen, als Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung am 9. August 1942 in den Gaskammern von Auschwitz.

Als eine mit einzigartiger Intelligenz und reichen Geistesgaben ausgestattete Frau hat sie zahlreiche philosophische und geistliche Schriften hinterlassen. Johannes Paul II. hat sie am 1. Mai 1987 in Köln selig und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig gesprochen. Zusammen mit der heiligen Birgitta von Schweden und der heiligen Katharina von Siena erklärte er sie 1999 zur Schutzpatronin Europas.  

Die Suche nach der Wahrheit, die Frage nach dem Sinn des Lebens, bewegt die Menschen immer. Die heilige Edith Stein zeigt uns, dass es nicht um eine theoretische Wahrheit geht, für sie ist der Mensch Jesus von Nazareth die Antwort, in dem Gott unter uns Menschen erschienen ist. Ihn wollen wir um Vergebung und um seine erbarmende Liebe bitten: 

  • Herr Jesus Christus, du bist der Weg, der zum Vater führt.
  • Du bist die Wahrheit, die unseren Durst nach Sinn stillt.
  • Du bist das Leben, das Tod und Vergänglichkeit besiegt.

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Gloria

Tagesgebet  

Gott unserer Väter, wie du die heilige Teresia Benedicta bei ihrem Martyrium in der Kreuzeswissenschaft vollendet hast, so nimm auch uns in die Schule des Kreuzes. Gewähre uns auf ihre Fürsprache, dass wir unermüdlich nach dir, der letzten Wahrheit, suchen und den ewigen Bund der Liebe, der im Blut deines Sohnes für das Heil aller besiegelt ist, treu bis in den Tod bewahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

oder

Gott unserer Väter, du hast die heilige Märtyrin Teresia Benedicta (Edith Stein) zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen. Auf ihre Fürsprache lass alle Menschen im Gekreuzigten den Erlöser erkennen und durch ihn zur Schau deiner Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

oder

Lebendiger Gott, du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, du hast die heilige Edith Stein (Teresia Benedicta vom Kreuz) mit reichen Gaben des Geistes und des Herzens beschenkt und sie zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen. Lass alle Menschen im Gekreuzigten das Heil erkennen und durch ihn zur Schau deiner Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

Lesung aus dem Buch Ester 4,17kl. 17m. 17rt  

In jenen Tagen wurde die Königin Ester von Todesangst ergriffen und suchte Zuflucht beim Herrn, und sie betete zum Herrn, dem Gott Israels: Herr, unser König, du bist der Einzige. Hilf mir! Denn ich bin allein und habe keinen Helfer außer dir; die Gefahr steht greifbar vor mir. Von Kindheit an habe ich in meiner Familie und meinem Stamm gehört, dass du, Herr, Israel aus allen Völkern erwählt hast; du hast dir unsere Väter aus allen ihren Vorfahren als deinen ewigen Erbbesitz ausgesucht und hast an ihnen gehandelt, wie du es versprochen hattest. Denk an uns, Herr! Offenbare dich in der Zeit unserer Not, und gib mir Mut, König der Götter und Herrscher über alle Mächte! Uns aber rette mit deiner Hand! Hilf mir, denn ich bin allein und habe niemand außer dir, o Herr!

Evangelium Joh 4,19-24  

In jener Zeit sagte die samaritanische Frau zu Jesus: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaub mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Fürbitten  

Herr Jesus Christus, verheißen von den Propheten Israels und geboren von Maria, der Jungfrau aus Nazareth. Auf die Fürsprache der hl. Edith Stein und ihrer Schwester Rosa rufen wir zu dir:

  • Für alle Menschen, die an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, deinen und unseren Vater, glauben: Lass sie gemeinsam dem Wohl aller Menschen dienen.
  • Für alle, die auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens sind: Lass sie in ihrem Leben glaubwürdige Zeugen finden.
  • Für alle Forscher und Gelehrten, Professoren und Lehrer: Lass sie durch ihre Suche nach der Wahrheit den jungen Menschen zum Vorbild werden.
  • Für alle Kranken und Notleidenden, für die Enttäuschten und Verlassenen, für die Opfer von Gewalt und die Gewalttäter: Lass sie Menschen finden, die ihnen in ihrer Not beistehen.

Denn du, o Herr, bist für uns Weg, Wahrheit und Leben. Dir sei die Ehre in Ewigkeit. Amen.

Gabengebet

Herr, unser Gott, die heilige Edith Stein (Teresia Benedicta vom Kreuz) hat das Schicksal deines Volkes als das Kreuz deines Sohnes verstanden und es im Namen aller auf sich genommen. Auf ihre Fürbitte mache auch uns bereit, teilzunehmen an dem einen Opfer des Neuen Bundes, den dein Sohn in seinem Blut gestiftet hat zur Erlösung der Welt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Präfation vom heiligen Kreuz

Schlussgebet  

Barmherziger Gott, bei der Gedenkfeier der heiligen Edith Stein (Teresia Benedicta vom Kreuz) durften wir die Frucht vom Baum des Kreuzes empfangen. Hilf uns durch die Kraft dieser Speise, dass wir uns als Christen in Treue bewähren, bis wir essen dürfen vom Baum des Lebens inmitten des Paradieses. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Zum Nachdenken  

Gott ist da, aber er ist verborgen und schweigt. Warum das so ist? Es sind Gottes Geheimnisse, von denen wir sprechen, und die lassen sich nicht restlos durchdringen. Gott ist Mensch geworden, um uns teilnehmen zu lassen an seinem Leben. Damit beginnt es und das ist unser letztes Ziel. Aber dazwischen liegt noch etwas anderes. Christus ist Gott und Mensch, und wer an seinem Leben Anteil hat, muss am göttlichen und menschlichen Leben Anteil haben. Die menschliche Natur, die er annahm, gab ihm die Möglichkeit zu leiden und zu sterben. Die göttliche Natur, die er von Ewigkeit besaß, gab dem Leiden und Sterben unendlichen Wert und erlösende Kraft. Christi Leiden und Tod setzen sich fort in seinem mystischen Leibe und in jedem seiner Glieder. Wenn der Mensch ein lebendiges Glied am Leibe Christi ist, dann bekommt sein Leiden und Sterben durch die Gottheit des Hauptes erlösende Kraft.

(Edith Stein) 


Sel. Elisabeth v.d. Dreifaltigkeit

Ordensfrau

Die selige Elisabeth von der Dreifaltigkeit wurde nur 26 Jahre alt; fünf davon hat sie im Karmelitinnenkloster von Dijon (Frankreich) verbracht. Trotzdem aber war sie, als sie am 9. November 1906 starb, der Überzeugung, dass sie „heimging zum Licht, zur Liebe, zum Leben“. Durch ihre künstlerische Begabung hat sie den Menschen viel Freude gebracht, jedoch ohne sich daran zu verlieren, denn ihre eigentliche Heimat war woanders. Sie wurde am 25. November 1984 selig gesprochen.

Leben in der Entfremdung von sich und den anderen – unverstanden, nicht angenommen, ausgenützt – so kommen sich heute viele Menschen vor. Elisabeth zeigt einen Weg, um schon hier auf Erden wie im Himmel zu leben: Der Glaube, dass der dreifaltige Gott in mir lebt und immer da ist, wenn ich nur zu ihm hingehe. Das wollen wir nun wieder tun und um seine erbarmende Liebe bitten.  

  • Herr Jesus Christus, mit dem Vater und dem Heiligen Geist wohnst du in uns.
  • Als deine Schwestern und Brüder liebst du uns.
  • Als Verkünder deiner Botschaft und Zeugen deiner Liebe sendest du uns.

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Tagesgebet  

Gott, unser Vater, in deinem reichen Erbarmen hast du der seligen Jungfrau Elisabeth das Geheimnis deiner unbegreiflichen Gegenwart in der Seele des Gerechten erschlossen und sie würdig gemacht, dich im Geist und in der Wahrheit anzubeten. Gewähre auf ihre Fürsprache, dass auch wir in Christi Liebe geborgen sind, um so Tempel des Geistes der Liebe zu werden zum Lob deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

Lesung und Evangelium aus dem Commune für Jungfrauenoder Ordensleute (Lektionar VI, S. 790) 

Fürbitten  

  • Du, Gott, Dreifaltigkeit, du wohnst in uns. Deshalb beten wir zu dir: Hilf uns, an deine Gegenwart in uns zu glauben. 
  • Vermehre in deiner Kirche den Glauben, stärke die Hoffnung und entzünde die Liebe. 
  • Schenke den Heimatlosen Geborgenheit, den Suchenden das Licht der Wahrheit und den Sündern dein Erbarmen. 
  • Stärke und festige die Karmelitinnen in ihrer Berufung und mache sie zu Zeichen deiner Gegenwart in dieser Welt. 

Denn du bist ein Gott, der für uns Menschen da sein will. Deshalb loben, rühmen und preisen wir dich, Dreifaltiger, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Zum Nachdenken 

Die ganze Dreifaltigkeit ruht in uns, dieses ganze Geheimnis, das wir im Himmel schauen werden. Es soll ihre Klause sein. Meine kleine Schwester, Sie sagen mir – und das macht mir so viel Freude –, dass Ihr Leben dort abläuft. Das meinige ebenso: Ich bin „Elisabeth von der Dreifaltigkeit“, das heißt Elisabeth, die immer kleiner wird, sich verliert, sich von den Drei durchdringen lässt… Ich empfehle Sie allen unseren Heiligen, ganz besonders unserer heiligen Mutter Teresa und Schwester Thérèse vom Kinde Jesus… Lassen wir uns tragen, wie ein Kind auf den Armen seiner Mutter, von Dem, Der unser Alles ist. Ja, meine kleine Schwester, wir sind recht schwach; ich würde sogar sagen, wir sind nur Erbärmlichkeit, aber Er weiß das wohl. Er liebt es so sehr, uns zu verzeihen, uns wieder aufzuheben und uns sodann in Sich, in Seine unendliche Reinheit und Heiligkeit hinein zu nehmen. Auf diese Weise wird Er uns reinigen durch die beständige Verbindung mit Ihm, durch göttliche Berührungen. Er will uns so rein, aber Er selbst wird unsere Reinheit sein: Wir müssen uns neu gestalten lassen zu seinem Ebenbild, und zwar in aller Einfachheit, indem wir ständig mit der Liebe lieben, die die Einheit zwischen denen, die sich lieben, herstellt.  

(Elisabeth von der Dreifaltigkeit)